Anton Raphael Mengs, Augustus und Kleopatra (Ausschnitt), um 1759 © Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Kleopatra zwischen Mythos und Realität

voraussichtlich ab November 2020 im Römerlager im Zeughaus

Eine der aufregendsten Frauengestalten der Antike war Kleopatra, Regentin Ägyptens, Geliebte zweier römischer Herrscher, verwickelt in die Politik eines Weltreichs und sterbend in einem tragischen Selbstmord. Bis heute erhält sich das Bild einer schönen, berechnenden Frau, die mit außerordentlichem orientalischem Prunk selbst die Römer beeindruckte. Das löste schon in der Antike eine Ägyptomanie aus, die in Wellen bis heute immer wiederkehrt. Diese Begeisterung ließ jedoch die reale Person Kleopatra völlig in den Hintergrund treten, sie wurde mehr und mehr durch eine Phantasiefigur ersetzt, die aus einer Mischung von Erotik und politischer Intrige bestand.

Kleopatra zeigte man nach Belieben hell- oder dunkelhäutig, blond oder dunkelhaarig. Fast immer ist sie jedoch die geheimnisvolle schöne Verführerin, verknüpft mit Klischees wie man sich im Westen den Orient vorstellte. In der Ausstellung im Römerlager steht diese ägyptische Herrscherin im Mittelpunkt. Wir stellen die historischen Fakten dar und zeigen ihre Rolle im damaligen politischen Gefüge. Welche Spuren die ägyptische Kultur bei den Römern hinterlassen hat, spiegelt sich in archäologischen Fundstücken und Bauwerken wider. Hierzu gibt es einige Beispiele auch aus Augsburger Sammlungen. In der Malerei und in Hollywood Filmen wird Kleopatra einfach dem jeweiligen Schönheitsideal angepasst.